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Die Fältlingshäute - Leucogyrophana spp.

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Ökologie und Verbreitung der Fältlingshäute

Die Fältlingshäute benötigen relativ hohe Holzfeuchtigkeiten (SCHULZE & THEDEN 1948, LOHWAG 1955) und können sich nur wenig in trockenere Bereiche eines Gebäudes ausbreiten. In der Regel wird nur das durchfeuchtete Holz mit direktem Erd- oder Mauerkontakt zerstört (GROSSER 1985). HARMSEN (1960) gibt für die Kiefern-Fältlingshaut ein hohes Wärmebedürfnis an: Das optimale Wachstum liegt bei 28C und das Maximum bei 34C, die entsprechenden Temperaturen für die Kleine Fältlingshaut (Leucogyrophana pulverulenta) liegen im Vergleich dazu bei 20C und 28C (Angaben beziehen sich auf Wachstumstest an Laborkulturen).

Ihr Vorkommen beschränkt sich meist auf Keller und Unterbodenräume von nicht unterkellerten Gebäuden (FALCK 1912), nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein verstärktes Auftreten der Kiefern-Fältlingshaut (Leucogyrophana pinastri) festgestellt. Hierbei wurden auch Befälle von stark durchfeuchteten Dachböden nachgewiesen (SCHULZE & THEDEN 1948). Die Sklerotien-Fältlingshaut (Leucogyrophana mollusca) kommt auch an Holz vor, das der Witterung ausgesetzt wurde (KRIEGLSTEINER 2000). Außerhalb von Gebäuden kommen alle drei Arten meist an feuchtem, morschem Nadelholz vor. Die Arten sind im natürlichen Habitat entweder alle selten oder es fehlen Aufsammlungen (KRIEGLSTEINER 1991). Die Zerstörungskraft wird von GROSSER (1985) als hoch eingestuft, allerdings bei langsamem Wachstum. Dies scheint für alle drei Arten zu gelten. - weiter

Autor: T. Huckfeldt

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