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Die Fältlingshäute - Leucogyrophana spp.

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Mikroskopische Merkmale:

 Sporen:
Das Sporenpulver ist gelblich bis bräunlich. Je zwei oder vier Sporen wachsen an einer Basidie. Die Sporen sind in Größe und Form bei den einzelnen Arten wenig unterschiedlich. Es gibt für die in Gebäuden vorkommenden Arten wenig mikroskopische Merkmale, die gut trennen. Gut läßt sich die Gattung mit Hilfe der gefärbten, selten länger als 8 Ám werdenden Sporen gegen andere, ähnliche Gattungen in Gebäuden abgrenzen.

 Grundhyphen (generative Hyphen):
Die Grundhyphen sind durchsichtig und haben meist Schnallen. Sie unterscheiden sich innerhalb der Gattung wenig voneinander.

 Faserhyphen (Skeletthyphen):
Faserhyphen fehlen.

 Gefäßhyphen (Schlauchhyphen):
Gefäßhyphen sind wenig beschrieben, sind allerdings ein gutes diagnostische Merkmal (Bild, 45 KB). Sie sind im Gegensatz zu den anderen Strang bildenden Arten verzweigt. Kleinere Gefäßhyphen zweigen von der Hauptachse ab.

Teilbeschreibungen zu den mikroskopischen Merkmalen der Fältlingshäute finden sich bei FALCK (Strangdiagnose 1912, überarbeitet abgedruckt bei BAVENDAMM 1970 u.a.), JÜLICH (1984), HALLENBERG & ERIKSSON (1985) und BREITENBACH & KRAENZLIN (1986).

Unterscheidungsmerkmale der heimischen Fältlingshäute (Leucogyrophana spec.) und anderer merulioider Arten in Gebäuden (Merulius, Phlebia und Pseudomerulius)

lateinischer Name

L. mollusca

L. pinastri

L. pulverulenta

Serpula lacrymans

Pseudomerulius aureus

Merulius tremellosus

Phlebia merismoides

deutscher Name der Fältlingshäute

Sklerotien-F.

Kiefern- oder Gelbrandige F.

Kleine F.

Echter Hausschwamm

Goldgelber Fältling

Gallertfleischiger Fältling

Orangeroter Kammpilz

Abbildungen

Stränge

Fruchtkörper

-

Mycel, Stränge Fruchtkörper

-

-

-

Fruchtkörper in der Regel

monomitisch

monomitisch

monomitisch

monomitisch, ohne Basalschicht

monomitisch

monomitisch

monomitisch

Durchmesser der generativen Hyphen (μm)

3-7 (-10), hyalin

3-8 (-12), hyalin

2-7 (-18), hyalin

2-9, hyalin

(1,5-) 2-4 (-5), hyalin

2-5, hyalin

2-8, hyalin

Wanddicke der generativen Hyphen

dünn- bis etwas dickwandig

dünnwandig

dünnwandig

dünnwandig

dünn- bis etwas dickwandig

dünn- bis dickwandig

dünnwandig

generative Hyphen mit einfachen Septen

ja

ja

ja

ja, so dick wie ihre Hyphe

ja, zum Teil offen (Schnallenbogen)

ja, meist

ja, meist

Basidie Länge x Breite (μm)

(20-) 25-35 (-45)
x (5,5-) 6-9 (-10)

18-38 x (4-) 5-7,5 (-9)

20-50 x 5-8

30-40 (-70)
x (6-) 7-9 (-10)

(14-) 18-20 (-24)
x (3-) 4-6

17-28 x 3-5

25-40 x 3,5-5

Basalschnalle vorhanden

ja

ja

ja

ja

ja

ja

ja

Form der Sporen

elliptisch

elliptisch

elliptisch

elliptisch

zylindrisch bis schmal elliptisch

zylindrisch bis gebogen

elliptisch

Sporenlänge (μm)

(5,5-) 6-7,5 (-9)

(4-) 5-6 (-7)

(5-) 5,5-7 (-8)

(8-) 9-11 (-14)

3,5-4,5 (-5)

(3,5-) 4-5

( 4-) 4,5-5

Sporenbreite (μm)

(3,8-) 4-4,8 (-5,2)

3,5-4,5 (-5,5)

(3-) 4-4,5 (-5)

(4,5-) 5-7 (-8)

1,2-2 (-2,5)

(1) 1,5-2

1,5-2

Struktur der Sporenwand

glatt

glatt

glatt

glatt

glatt

glatt

glatt

Dicke der Sporen-Zellwand

dickwandig

etwas dickwandig

etwas dickwandig

dickwandig

dickwandig

dünnwandig

dünnwandig

Sporenpulver

gelblich

rostfarben

rostfarben

zimtbraun

braun

weiß bis cremefarben

weiß

Sporenfarbe

gelblich,
hell gelb in KOH

gelblich

gelblich

gelb bis braun

hell gelb

durchsichtig

durchsichtig

Chlamydosporen

fehlen

fehlen

fehlen

fehlen

Arthrosporen?

(8-) 10-13 (-25) x 7-10

6-10 x 5-9

Wandstruktur der Spore

-

-

-

-

?

glatt

glatt

Form der Chlamydosporen

fehlen

fehlen

fehlen

am Monokaryont

fehlen

rund bis oval

oval bis elliptisch

Dicke der Zellwand

-

-

-

-

-

dünnwandig

dünnwandig

Zystiden

fehlen

fehlen

fehlen

fehlen

fehlen

vorhanden, selten

vorhanden, selten

Länge & Breite der dickwandigen, septierten Zystiden

-

-

-

-

-

Leptozystiden
(25-) 30-40 (-65)
x 4-6 (-7,5)

Leptozystiden, glatt, 20-60-120
x 6-12

Zusammengestellt nach LOHWAG (1955), COOKE (1957), GINNS (1974, ┤78), STALPERS (1978), JÜLICH (1984), BREITENBACH & KRAENZLIN (1986), HANSEN et al. (1997) und KRIEGLSTEINER (2000)

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Autor: T. Huckfeldt

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