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Echter Hausschwamm - Serpula lacrymans

Ökologie: Luftaustausch

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WÄLCHLI (1980) schildert Beobachtungen aus befallenen Gebäuden, nach denen Mycel von S. lacrymans schnell abstirbt, wenn es Zugluft ausgesetzt wird. Das Mycel des Hausschwammes ist deshalb meist sehr versteckt und nur bei genauerem Hinsehen zu entdecken (Bild, 44 KB). In Laboruntersuchungen konnten CYMOREK und HEGARTY (1986) und LOW et al. (1997) dieses Phänomen ebenfalls nachweisen. Sie stellten in dieser Studie fest, dass der Pilz nach dem Absterben des Oberflächenmycels verstärkt Fruchtkörper (Bild, 45 KB) bildete. Diese Beobachtung kann zuweilen auch in frisch sanierten Gebäuden gemacht werden. Dabei bilden im Mauerwerk verbliebene Stränge (Bild, 62 KB) in sehr kurzer Zeit eine Reihe von Fruchtkörpern. Diese finden sich dann häufig auf nährstofflosen Untergründen (Bild, 55 KB). Sind alle Feuchtigkeitsquellen beseitigt worden und konnte die Feuchtigkeit aus allen Bauteilen abtrocknen, stirbt der Hausschwamm innerhalb von zwei Jahren ab (abgesehen von Überdauerungsstadien wie Conidien und Sporen; THEDEN 1972).

Untersuchungen in Gebäuden, bei denen der Zusammenhang zwischen dem Luft- und Feuchtigkeitsaustausch in den Räumen und den Lebensbedingungen des Hausschwammes berücksichtigt wurde, sind bisher kaum durchgeführt worden, obwohl die Bedeutung der Zugluft und der damit verbundenen Austrocknung für die Lebensbedingungen von S. lacrymans von einigen Autoren betont wird (GROSSER 1985, JENNINGS und BRAVERY 1991, SCHMIDT 1994, LOW et al. 1997). - weiter

Autor: T. Huckfeldt

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