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Ausgebreiteter Hausporling

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Mikroskopische Merkmale:

 Sporen:
Das Sporenpulver ist weiß. Unter dem Mikroskop sind die Sporen hyalin, unsymmetrisch elliptisch, dünnwandig, 4,5-5,5 (-7) Ám lang und 3,2-3,7 Ám breit. Die Zellwand ist glatt und zeigt keine Reaktion mit Jod / "Melzers Reagenz" (inamyloid). Allerdings entwickeln nicht alle Fruchtkörper auch Basidiosporen (JAHN 1967).

 Basidie:
Sie bildet zwei oder vier oft lange (3-6 Ám) Sterigmen aus, an denen die Sporen entwickelt werden. Die Basidie wird (6,5?-) 18-30 Ám lang und 4-5 Ám breit und weist an ihrer Basis eine Schnalle auf. Neben den Basidien finden sich zum Teil auch hyaline, subulate (schmale und spitz zulaufende), keulenförmige oder bauchige Zystidiolen. Zystiden werden nicht gebildet.

 Grundhyphen (generative Hyphen):
Die Grundhyphen finden sich in allen Teilen des Pilzes. Sie sind hyalin oder braun (olivbraun), regelmäßig septiert und haben fast an jeder Septe eine Schnalle. Die generativen Hyphen haben einen Durchmesser von (1-) 2-6,5 mm und sind dünn- bis dickwandig. Die Schnallen haben einen kleineren Durchmesser als die jeweilige Hyphe. Fruchtkörper enthalten neben Grundhyphen regelmäßig Faserhyphen und eingestreut auch Bindehyphen. (Sie sind meist trimitisch.) Nach JAHN (1967) soll eine Unterscheidung der Hyphentypen nicht immer einfach sein.

 Faserhyphen (Skeletthyphen):
Faserhyphen (Bild, 22 KB) finden sich in Fruchtkörpern und älteren Luftmycelien. Sie sind hell olivbraun oder gelbbraun, dickwandig bis fast solide, ihnen fehlen Schnallen, sie verzweigen mehrfach dichotom und haben einen Durchmesser von 1,5-3 (-4,5) Ám.

 Bindehyphen:
Bindehyphen treten nur in Fruchtkörpern auf. Sie sind hyalin, selten auch gelblich, regelmäßig septiert, mit ein, meist zwei oder drei Schnallen an jeder Septe, und besitzen einen Durchmesser von 0,5-1,5 Ám.

 Substratmycel:
Eine sichere Artdiagnose anhand von Substratmycel ist derzeit nicht immer möglich. Eine Diagnose ist bei dem Vorhandensein von zitronenförmigen, dickwandigen und (5-) 6-7 (-9) x (8-) 9-14 (-16) Ám großen Chlamydosporen (Konidiosporen) möglich. Zudem sollen die Löcher der "Bohrhyphen" groß sein - bis zu 6 Ám und die Hyphen Schnallen ausbilden (CARTWRIGHT & FINDLAY 1958). Zur Untersuchung muss Holz angefärbt werden (Nähere Angaben finden sich bei den Kellerschwämmen).

Beschreibungen zu den mikroskopischen Merkmalen des Hausporlings finden sich bei CARTWRIGHT & FINDLAY 1958, JAHN 1967, DOMANSKI et al. (1973), und JÜLICH (1984) RYVARDEN (1985).

Unterscheidungsmerkmale von Porlingen mit brauner Trama in Gebäuden (Coriolopsis gallicus, Donkioporia expansa, Hymenochaete rubiginosa, Perenniporia medulla-panis, Phellinus contiguus, Phellinus pini, Phellinus robustus)

lateinischer Name

Donkioporia expansa
Hymenochaete rubiginosa
Phellinus contiguus
Phellinus pini
Phellinus robustus
Perenniporia medulla-panis
Coriolopsis gallicus

deutscher Name

Ausgebreiteter Hausporling (Eichenporling)
Rotbrauner Borstenscheibling
Großsporiger oder Zimtbrauner Feuerschwamm
Kiefern-Feuerschwamm
Eichen-Feuerschwamm
Ockerfarbener Dauerporling
Braune Borstentramete

Durchmesser generativer Hyphen (μm)

2-5 (-6,5); z. T Doppel- oder Wirtelschnallen
1-2,5; ohne Schnallen
(1,5-) 2-3 (-4); ohne Schnallen
1,5-3,5; ohne Schnallen
2-3 (-4); ohne Schnallen
(1-) 1,5-2,5; mit Schnallen
2-4,5; mit Schnallen

Wandigkeit der generativer Hyphen

dünn- bis dickwandig
dünnwandig
dünn- bis (dickwandig)
dünn- bis etwas dickwandig
dünn- bis dickwandig
dünnwandig
dünnwandig

Farbe der generativen Hyphen

durchsichtig oder alt gelblich bis braun
durchsichtig (hyalin)
durchsichtig
durchsichtig oder hell gelblich
durchsichtig
durchsichtig (hyalin)
durchsichtig (hyalin)

Durchmesser der Faserhyphen (μm)

1,5-4,5 (-7), gelb- bis olivbraun
fehlen aber gelbe Tramahyphen
(2-) 2,5-3 (-5), gelblich bis braun
3-5-7, rostbraun
(2,5-) 3-6 (-8), gelb- bis rostbraun
1-4 (-5), durchsichtig
(2,5-) 3-6 (-7), gelbbraun bis bräunlich

Wandigkeit der Faserhyphen

dickwandig ohne Schnallen
Tramahyphen: dickwandig
(dünn- bis) dickwandig, stets mit Lumen
dickwandig bis masiv
dickwandig (1Ám), wellig, wenig verzweigt
dickwandig bis massiv, stark verzweigt (dichotom?)
dickwandig bis massiv

Bindehyphen (μm)

0,5-1,5
fehlen
fehlen
fehlen
fehlen
fehlen
1,5-3 (-4,5)

Farbe der Bindehyphen

gelblich
-
-
-
-
-
gelbbraun bis bräunlich

Wandigkeit der Bindehyphen

dickwandig, verzweigt
-
-
-
-
-
dickwandig bis massiv, reich verzweigt und gewunden

Basidien: Länge x Breite (μm)

(6,5-) 15-20 (-30)
20-25 x 3-4
(10-) 12-20 x 4,5-5,5 (-8)
15-18 x 5-6
(10-) 13-18 x (7-) 10-12
15-18 x 4-5
(20-) 25-30 (-40) x 5-6 (-9)

Basalschnalle

vorhanden
fehlt
fehlt
fehlt
fehlt
vorhanden
vorhanden

Sporenwanddicke

dünn
dünn ?
dünn
etwas dickwandig
dick
dick
dünn

Sporenform

elliptisch
elliptisch
elliptisch
subglobos (fast rund)
rund
breit oval, abgestutzt
zylindrisch-elliptisch

Farbe und Oberfläche der Sporen

hyalin und glatt
hyalin und glatt
hyalin und glatt
hyalin bis gelblich und glatt
hyalin und glatt
hyalin bis blassgelb und glatt
hyalin und glatt

Sporen: Länge x Breite (μm)

4,5-5,5 (-7) x 3,2-3,7 (4)
4,5-6 x 2,5-3
(5) 6-7 x (2,5-) 3-3,5 (-4)
4,5-5,5 (-6) x 4-5 (-5,5)
(6-) 6,5-9 x 5,5-7 (-8)
(4,5-) 5-6,5 (-7) x 3,5-5; in KOH quellend
(?7-) 8-10,5 (-16) x (3-) 3,5-4 (-5)

Zystiden

nur Zystidiolen
fehlen
nur kristallifere Hyphen
fehlen
fehlen
nur Zystidiolen: 15-22 x 5-7
nur Zystidiolen

Setae

fehlen
häufig, dunkelbraun, zugespitz
braun, zugespitz
häufig, dunkelbraun, zugespitz
wenige, hellbraun & gelbliche bis braune Pseudosetae
fehlen
fehlen

Bildungsort der Setae

-
FK
FK und Mycel
FK
FK
-
-

Setae treten in Nestern auf

-
nein
im Luftmycel
nein
nein
-
-

Setae Länge x Breite (μm)

-
40-60 x 4-7
(35-) 50-100 (-180) x (5-) 10-14
(40-) 50-60 (-80) x 10-15 (-20)
12-20 (-50) x 4-6 (-8)
-
-

Bildungsort von Conidien

bräunliches  Oberflächenmycel
selten (?); Oberflächenmycel
fehlen (?)
im FK, Mycel (?)
fehlen (?)
fehlen (?)
fehlen (?)

Conidien: Länge x Breite (μm)

5-9 x 8-16; dickwandig
6-10 x 8-18 (?) dickwandig
-
6-7 x 5,5-6,5; sehr dickwandig
-
-
-
FK = Fruchtkörper, (?) = unklar

Zusammengestellt aus: CARTWRIGHT & FINDLAY (1958), Jahn 1967, DOMMANSKI et al. 1973, RITTER (1983), JÜLICH (1984), GROSSER (1985), RYVARDEN 1985, BREITENBACH & KRAENZLIN (1986), CORNER (1991), HANSEN et al. 1997 und KRIEGLSTEINER (2000)

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Autor: T. Huckfeldt

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