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Die Kellerschwämme - Coniophora

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Mikroskopische Merkmale:

 Sporen:
Das Sporenpulver ist satt- bis olivbraun. Unter dem Mikroskop sind die Sporen (Bild, 23 KB) gelblich braun bis braun und von ovaler bis länglicher Form. Sie haben eine dicke, glatte Zellwand und einen deutlichen, farblosen Apiculus (kleiner Höcker oder verlängerter Teil der Spore, mit dem sie an der Basidie ansaß, - so eine Art "Bauchnabel"). Im Inneren der Spore können ein oder mehrere, unregelmäßige Öltropfen enthalten sein. Je vier Sporen wachsen an den ungleichmäßig reifenden Basidien (Bild, 30 KB). Größe und Form sind bei den einzelnen Arten unterschiedlich. Neben diesen in den Fruchtkörpern sexuell gebildeten Sporen (sogenannte Meiosporen) gibt es auch nicht sexuell (vegetativ) gebildete Sporen. Diese werden als Conidien oder Arthrosporen bezeichnet. Die Arthrosporen (Bild, 28 KB) des Braunen Kellerschwammes (Coniophora puteana) werden an Grundhyphen des Luft- oder Oberflächenmycels gebildet. Sie sind dünnwandig, durchsichtig bis gelblich und 4-5 Ám breit und 6-8 Ám lang (COCKCROFT 1979).

 Grundhyphen (generative Hyphen):
Die Grundhyphen (Bild, 30 KB) finden sich in allen nicht zu alten Teilen des Pilzes. Eine gewisse Ausnahme davon bilden Stränge, die z. T. nur noch sehr wenige Grundhyphen enthalten. Die Farbe der Hyphen variiert von durchsichtig über gelblich bis zu hellbraun. Sie sind regelmäßig septiert (mit Querwänden versehen, das heißt die Hyphen sind gekammert), jedoch sind nicht alle Septen mit Schnallen oder Wirtelschnallen (Bild, 30 KB) versehen. Die generativen Hyphen haben einen Durchmesser von 2-16 mm. Der Durchmesser variiert auffällig und an der Zellwand können außen Oxalsäurekristalle anhaften. Viele Septen sind ohne Schnallen, bei einigen finden sich einfache, Doppel- oder Wirtelschnallen. Die Wirtelschnallen sind aufgrund ihrer Auffälligkeit meist zu finden. Die 4-6 einzelnen Schnallen eines Wirtels haben einen kleineren Durchmesser als die Hyphe (FALCK 1912). Die Fruchtkörper enthalten meist nur einen Hyphentyp (monomitisch), selten auch Faserhyphen (nur bei C. marmorata) GINNS (1982).

 Faserhyphen (Skeletthyphen):
Faserhyphen finden sich als Hauptbestandteil in den Strängen, sind braun und regelmäßig septiert und haben einen Durchmesser von 2-3 Ám (FALCK 1912) bzw. 2-5 Ám (BAVENDAMM 1969).

 Gefäßhyphen (Schlauchhyphen):
Gefäßhyphen (Bild, 38 KB) finden sich in den Strängen und erreichen einen Durchmesser von 10 - 15 (-30) mm. Ihre Präparation gilt als nicht einfach, da sie fest mit den Faserhyphen verbunden sind.

 Substratmycel:
Eine sichere Art-Diagnose anhand von Substratmycel ist derzeit nicht möglich. Zur Untersuchung muss es relativ aufwendig angefärbt werden, z. B. mit Pikrin-Anilinblau [abgedruckte Rezepte z. B. von CARTWRIGHT & FINDLAY (1958) u. a. finden sich bei ERB & MATHEIS (1983) und WEIß et al. (2000)]. Die Hyphen sind regelmäßig septiert und haben einen Durchmesser von 1,5-4 mm. Zum Teil wird das Fehlen von Schnallen als geeignetes Merkmal von Kellerschwamm-Hyphen, die im Holz wachsen, angegeben (z. B. SCHMIDT 1994 und WEIß et al. 2000). Dieses ist jedoch unsicher, da an einigen Septen Schnallen gebildet werden. Hinzu kommt, dass das Mikroskopieren von Hyphen im Holz nicht problemlos ist.

Teilbeschreibungen zu den mikroskopischen Merkmalen der Kellerschwämme finden sich bei FALCK (Strangdiagnose 1912, überarbeitet abgedruckt bei BAVENDAMM 1970 u.a.), JÜLICH (1984), HALLENBERG & ERIKSSON (1985) und BREITENBACH & KRAENZLIN (1986). - weiter

Autor: T. Huckfeldt

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