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Rundgang der: holzzerstoerender Pilze - seltene Schwaemme

Ausgebreiteter Hausporling
Eichenporling

(Donkioporia expansa)

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Inhalt

Beschreibende Stichworte

Allgemeines zum Hausporling (Donkioporia expansa)

Auswahl einiger Ausschlussmerkmale zur Unterscheidung von anderen Arten

Fruchtkörper des Hausporlings

Stränge (Rhizomorphen)?

Oberflächenmycelien und ihre Merkmale

Mikroskopische Merkmale zur Absicherung der Bestimmung

Ökologie und Verbreitung des Hausporlings

Ähnliche Arten und mögliche Verwechslungen

Der Ausgebreitete Hausporling (Donkioporia expansa - Familie der Polyporaceae)

Beschreibende Stichworte:

Flache oder selten konsolenförmige, Poren tragende, anfangs weiße, dann braune und graue, z. T. mehrschichtige, oft versteckt wachsende Fruchtkörper; selten sehr kurze bis 0,5 cm kleine weißliche Stränge - meist jedoch fehlend; Luftmycel oft üppig mit zitronenförmigen Konidien; in Deutschland bilden die Fruchtkörper selten Sporen; weißfaules Holz; hohe Holzfeuchtigkeit.

Allgemeines:

Der Hausporling ist neben den Kellerschwämmen, dem Echten Hausschwamm und den Porenschwämmen ein weiterer Vertreter von wichtigen holzzerstörenden Gebäudepilzen in Mitteleuropa. Dieser erst mit dem Mauerfall in das Bewusstsein der Westdeutschen gedrungene Pilz ist häufiger als es die ältere Literatur vermuten lässt. Er ist im Westen lange unbeachtet geblieben, obwohl auch Teile von bekannten Gebäuden, wie der Dachstuhl des Schlosses von Versailles, befallen wurden (JAHN 1967). Die Fähigkeit Nadelholz abzubauen, wurde von RITTER (1983) in der DDR nachgewiesen, der das Vorkommen an Fichtenholz (Picea) als Novum für Mitteleuropa bezeichnete. Der Pilz scheint bis dahin auch in der DDR äußerst selten gefunden worden zu sein (RITTER 1983). Allerdings gibt es bis 1990 nur wenige veröffentlichte Abbildungen (z. B. CARTWRIGHT & FINDLAY 1958, JAHN 1967, DOMANSKI et al. 1973 und DÖRFELT 1988).
Im Gegensatz zu den bisher dargestellten Hausfäulepilzen entsteht beim Holzabbau durch den Hausporling eine intensive Weißfäule (veraltet: Korrosionsfäule). Die Unterscheidung von Weiß- und Braunfäule im frühen Anfangsstadium eines Befalls ist allerdings nicht leicht und muss häufig aufgegeben werden. So steht dieses diagnostisch gute Merkmal nur bei schon eingesetztem Abbau zur Verfügung. Ein erstes Anzeichen der Weißfäule ist, dass das Holz grauer wird. Bei anhaltendem Abbau zerfällt das Holz faserig. Anders als bei der Braunfäule bleibt die Dimension des Holzes lange unverändert (Bild, 50 KB) und auch die Tragfähigkeit nimmt vergleichsweise weniger stark ab. Dies kann dazu führen, dass Schäden durch Weißfäulepilze unterschätzt werden - Einbrüche können die Folge sein ("Es sah noch gut aus!").

Der Hausporling ist verbreitet in Gebäuden der USA und in denen von West- und Mitteleuropa. Östlichste Nachweise stammen aus der Slowakei, Ungarn und Bulgarien (KRIEGELSTEINER 2000).

Der lateinische Gattungsname von Donkioporia ist zu Ehren des Mykologen M. D. Donk geschaffen wurden (KOTLABA und POUZAR 1973).

Auswahl einiger Ausschlussmerkmale:

Wenn eines der folgenden Merkmale zu finden ist, handelt es sich nicht um einen Hausporling: entwickelte Fruchtkörper ohne Poren oder Porenrudimente oder mit Lamellen oder Leisten, Fruchtkörper im Anschnitt weiß oder hell, Sporen dickwandig, reif braun gefärbt, Stränge vorhanden, die länger als 2 cm sind; Braunfäule; weitlumige Gefäßhyphen (über 20 mm), (Vorsicht bei Mischinfektionen). - weiter

Autor: T. Huckfeldt

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